Ihr Stefan Hombeuel: +49 2244 870970

Wasserenthärtung auf Basis des Ionenaustauschverfahrens

../images/storyImages/products/HE Softener.jpg

Aus der Natur abgeschaut

Im vorigen Jahrhundert haben zwei englische Geologen bei Bodenuntersuchungen folgende erstaunliche Eigenschaft einer porösen Gesteinsart herausgefunden: Wasser, das über die Gesteinsart floss, wurden die Härtebildner (Calcium- und Magnesiumionen) entzogen und gegen andere Ionen (wie z.B. Natriumionen) ausgetauscht. Das Wasser wurde also auf einfache Art und Weise enthärtet. Gesteinsarten mit diesen Fähigkeiten nennt man Zeolithe.

Um die Jahrhundertwende gelang es einem deutschen Forscher einen Ionenaustauscher herzustellen. Das erste Patent (Nr. 186630) hierzu wurde 1906 in Berlin erteilt.

Die Wasserenthärtung

Das aus der Natur abgeschaute Verfahren wird nun schon seit fast 100 Jahren angewandt. Die im Trinkwasser mitgeführten Calcium- und Magnesiumionen werden durch Natriumionen ersetzt, was als Ionenaustausch bezeichnet wird. Die Härtebildner werden aus dem Wasser entfernt, so dass man im wirklichen Sinne des Wortes von „Wasser-Enthärtung“ sprechen kann. Das Ergebnis ist tatsächlich weiches Wasser. 

Das lonenaustauschprinzip

Das Herzstück einer Wasserenthärtungsanlage durch lonenaustausch ist das Austauschermaterial. Es besteht aus lebensmittelbeständigem Kunstharz (Kationenharz). Seine besondere Eigenschaft besteht darin, im Wasser gelöste Ionen auszutauschen. Das Austauscherharz ist zunächst mit Natriumionen besetzt. Leitet man hartes Wasser über das Harz, so werden die im Wasser enthaltenen Calcium- und Magnesiumionen gegen die vorhandenen Natriumionen ausgetauscht und man erhält weiches Wasser. Nach einer bestimmten Durchflussmenge ist die Oberfläche des Austauschermaterials mit Calcium- und Magnesiumionen anstatt mit Natriumionen besetzt. Es kann kein weiterer Austausch mehr stattfinden, das Austauscherharz ist erschöpft. Um das Austauschermaterial zu „regenerieren“, müssen die Calcium- und Magnesiumionen von der Oberfläche des Austauscherharzes wieder entfernt werden. Hierzu leitet die Anlage vollautomatisch eine Salzlösung (Natriumchlorid) durch den Austauscher. Jetzt tauschen die Calcium- und Magnesiumionen wieder Ihren Platz mit den Natriumionen. Das Austauschermaterial ist damit regeneriert und erneut einsatzbereit. Während des Regenerationsvorgangs werden die vom Austauschermaterial stammenden Härtebildner und die überschüssige Salzlösung (10-12%ig) über einen separaten Abflussanschluss ins Abwasser geleitet. Der Wechsel von Enthärtung und Regeneration kann beliebig oft wiederholt werden. Je Nach Wasser- u. Betriebsverhältnissen kann man im Haushaltsbereich mit einer Verwendungsdauer des Austauscherharzes von mindestens 25-30 Jahren rechnen. Die Wasserhärte wird bei den Enthärtungsanlagen nach den Vorgaben der geltenden Trinkwasserverordnung eingestellt.

Bei der Wasserenthärtung nach dem lonenaustauschverfahren werden nur die vorgenannten Bestandteile im Wasser verändert. Sämtliche anderen Stoffe des Trinkwassers bleiben unverändert.